Die Freien Schweizer Brauereien (FSB) haben an ihrer Generalversammlung 2026 in Burgdorf klare Signale gesetzt: In einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld rückt die Zusammenarbeit innerhalb der Branche stärker denn je in den Fokus.
Steigende Kosten, unsichere Märkte
Unabhängige Brauereien stehen aktuell vor einer ganzen Reihe von Herausforderungen. Rohstoffe, Energie, Logistik und Verpackung sind teurer geworden, während Absatzmärkte schwanken und die Planungssicherheit begrenzt bleibt. Für viele Betriebe bedeutet das: flexibel bleiben und gleichzeitig effizient wirtschaften.
Gerade in dieser Situation zeigt sich der Wert eines starken Netzwerks. Der Austausch untereinander, das Teilen von Erfahrungen und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen gewinnen deutlich an Bedeutung.
Gemeinsam stärker
FSB-Präsident Martin Uster brachte es in seiner Ansprache auf den Punkt: Viele Herausforderungen lassen sich gemeinsam besser bewältigen als allein. Ob Energiefragen, Digitalisierung oder betriebswirtschaftliche Themen – der Verband schafft konkrete Mehrwerte für seine Mitglieder. Die freien Schweizer Brauereien verstehen sich dabei nicht nur als Interessenvertretung, sondern zunehmend auch als Plattform für Wissenstransfer und Kooperation.
Wissen, Innovation und Netzwerk im Fokus
Auch im Jahr 2026 setzen die Freien Schweizer Brauereien auf praxisnahe Angebote. Fachschulungen – etwa im Bereich Biersensorik – gehören ebenso dazu wie Branchentreffen und internationale Vernetzungsmöglichkeiten. Parallel dazu werden neue Vermarktungsansätze geprüft. Die bisherige Genussbox wird derzeit weiterentwickelt, mit dem Ziel, ein klareres und marktfähigeres Angebot zu schaffen.
Stabilität und Weiterentwicklung
Die Generalversammlung bestätigte die strategische Ausrichtung des Verbandes. Jahresrechnung und Budget wurden einstimmig angenommen, die Mitgliederbeiträge bleiben stabil. Trotz leicht rückläufiger Mitgliederzahlen blickt der Verband nach vorne und will seine Aktivitäten gezielt ausbauen.
Neue Impulse im Vorstand
Auch personell gibt es Veränderungen: Präsident Martin Uster wird noch ein weiteres Jahr im Amt bleiben und danach zurücktreten. Neu in den Vorstand gewählt wurden Lukas Porro und Louise Künzle, die frische Perspektiven und neue Impulse einbringen sollen.
Ideen für die Zukunft
Aus den Reihen der Mitglieder kamen zudem konkrete Vorschläge für eine intensivere Zusammenarbeit – etwa Einkaufsgemeinschaften zur Kostensenkung oder neue gemeinsame Vermarktungsformate. Diese Ansätze werden nun weiter vertieft.
Vielfalt sichern – gemeinsam
Die Botschaft der Generalversammlung ist klar: Die Zukunft der unabhängigen Brauereien liegt in der Zusammenarbeit. Die Freien Schweizer Brauereien leisten dazu einen wichtigen Beitrag – als Netzwerk, als Wissensplattform und als Stimme für die Vielfalt der Schweizer Bierkultur.





